Novartis wird ihren Produktionsstandort in Nyon nun doch nicht schliessen. Dies kündigte der Konzern am Dienstag an. Die 320 Stellen in dem Novartis-Werk im Kanton Waadt bleiben somit erhalten. Auch in Basel will Novartis weniger Stellen streichen als zunächst angekündigt.
Der Erhalt des Standorts Nyon/Prangins sei dank einer „konstruktiven Lösungsfindung“ möglich geworden, teilte Novartis mit. Gefunden wurden die jetzige Lösung im Rahmen des Konsultationsverfahrens, an dem u.a. Mitarbeitervertreter, Gewerkschaften sowie kantonale und eidg. Behörden teilnahmen. Im Gegenzug gewährt der Kanton Waadt dem Konzern Steuererleichterungen. Ausserdem verzichten alle Angestellten im Werk Nyon auf einen teile der für 2012 vereinbarten Lohnerhöhungen, und die im GAV Beschäftigten erhöhen ihre Arbeitszeit von 37,5 auf 40 Wochenstunden.
Novartis will nun in die Mordernisierung des Waadtländer Werks investieren und die Zulassung der Produktionsstätte durch die US-Gesundheitsbehörde FDA beantragen.
Auch bei Novartis in Basel wird es weniger Entlassungen geben als zunächst angekündigt. Einem Drittel der betroffenen 760 Angestellten soll intern eine andere Stelle vermittelt werden, ein weiteres Drittel soll die Möglichkeit des Vorruhestands erhalten. (PD)

