Weiterhin rückläufige Produktions- und Umsatzzahlen

Thomas Meier am 29.03.2010

Im 4. Quartal 2009 ist der Geschäftsgang in der Schweizer Industrie wiederum negativ ausgefallen, wenn auch weniger deutlich als in den Vorquartalen. Die Produktion sank im Vergleich zum Vorjahresquartal um 1,1 Prozent, der Umsatz nahm um 4,3 Prozent ab. Demgegenüber nahmen die Auftragseingänge leicht zu (+1,4%). Sowohl die Auftragsbestände (-11,1%) als auch die Fertigwarenlager (-11,2%) gingen hingegen stark zurück.

 

Leicht sinkende Produktionszahlen. Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal mussten die Schweizer Unternehmen (ohne Baugewerbe) im 4. Quartal 2009 einen Rückgang der Produktion um 1,1 Prozent verbuchen. Am stärksten war die Abnahme bei den Investitions- und Gebrauchsgütern. Unter den Branchen war der Rückgang beim Maschinenbau, in der Lederverarbeitenden Industrie, in der Textilindustrie, beim Fahrzeugbau und in der Metallindustrie am grössten. Deutliche Zunahmen verzeichneten hingegen die Chemische Industrie, die Branche „Kokerei, Mineralölverarbeitung“ und der Bergbau.

 

Rückläufige Umsätze. Die Umsätze nahmen im Vergleich zur Vorjahresperiode um 4,3 Prozent ab (-3,8% unter Einbezug des Baugewerbes). Minuszahlen meldeten vor allem der Maschinenbau, die Lederverarbeitende Industrie und der Fahrzeugbau. Einzig die Chemische Industrie und der Bergbau schrieben positive Zahlen.

 

Bestellungen im Plus. Die Auftragseingänge verbesserten sich im Berichtsquartal leicht um 1,4 Prozent (1,7% unter Einbezug des Baugewerbes) gegenüber dem Vorjahresquartal. Dieses positive Resultat ist vorwiegend auf die Nachfrage aus dem Ausland zurückzuführen. Auf der Branchenebene gingen die Bestellungen vor allem bei der „Elektro-, feinmechanischen Industrie“ und beim Bergbau ein. Die grössten Einbussen verzeichneten das „Papier-, Verlags-, Druckgewerbe“ und die Textilindustrie.

 

Deutlicher Abbau der Arbeitsreserven. Die Auftragsbestände gingen im Vorjahresvergleich um 11,1 Prozent zurück (-8,6% unter Einbezug des Baugewerbes). Die markantesten Verminderungen verzeichneten die Textilindustrie, das „Papier-, Verlags-, Druckgewerbe“ sowie das „sonstige verarbeitende Gewerbe“. Nur für das Baugewerbe wurde ein höherer Bestand ausgewiesen.

Die Fertigwarenlager (ohne Baugewerbe) nahmen um deutliche 11,2 Prozent ab. Bei allen Lager führenden Branchen waren die Fertigwarenlagerbestände rückläufig. Die grössten Rückgänge meldeten die Lederverarbeitende Industrie und der Maschinenbau.

 

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