
V. l. Harald Nehring (igus) stellvertretend für den Silber-Preisträger NMDC (Indien), Gold-Preisträger Jiri Hampl von der CEZ Gruppe (Tschechien) und Bronze-Preisträger Rene Petsch von Deckel Maho GmbH (Deutschland).

Sieger ist der tschechische Energieversorger CEZ Group. Im Braunkohlekraftwerk von Tusimice wurde mit 615 Metern einer der längsten Verfahrwege mit einer Kunststoff-Energiekette realisiert.
Auf der Hannover-Messe hat igus GmbH, Hersteller von Energieketten-Systemen mit Leitungen und allem Zubehör, die Ergebnisse des weltweiten Wettbewerbs «vector award» bekannt gegeben. Bereits zum zweiten mal fand die Initiative statt. Der goldene «vector» und ein Preisgeld von 5000 EUR gingen nach Tschechien an den Energieversorger CEZ Group. Nahmen am ersten Energieführungs-Wettbewerb vor zwei Jahren knapp 80 Einsender teil, so zählte die Jury dieses Jahr über 110 zum Teil spektakuläre Einsendungen aus allen Teilen der Welt: von China, Indien, Korea und Singapur über die USA, Kanada und Brasilien bis quer durch Europa. Im Rahmen eines feierlichen Empfangs am Messestand von igus wurden die Gewinner prämiert.
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Der goldene «vector» und ein Preisgeld von 5000 EUR gingen nach Tschechien an den Energieversorger CEZ Group. Im Braunkohlekraftwerk von Tusimice wird der bislang längste Verfahrweg der Welt mit einer Kunststoff-Energiekette – 615 Meter – realisiert. Unter rauen Umgebungsbedingungen ist ein Heavy Duty-Rollen-Energiekettensystem der igus-Serie 5050RHD an der Fördereinheit des grossen Braunkohlebaggers installiert. Das robuste System trage deutlich zur Betriebssicherheit bei, so die Betreiber. Ausfallzeiten der Anlage, etwa durch Kabelbrüche, seien gegenüber früher auf Null reduziert worden.
Schwere Lasten im indischen Hyderabad. Den silbernen «vector» verlieh die Jury an National Mineral Development Corp. Ltd. (NMDC) in Hyderabad, Indien. Das Staatsunternehmen gehört zum Ministry of Steel und ist unter anderem in der Exploration tätig. In einer Stahlmine in schwer zugänglichem Gelände ist ein Schaufellader im Einsatz, der sich um +/- 180 ° im Kreis bewegt. Da die zwischen den Drehtellern zuvor eingesetzte schwere Stahlkette bereits nach zwei Jahren beschädigt war, wurde auf eine moderne Kunststoff-Ausführung umgerüstet. Ein 18,5 Meter langes Energiekettensystem von igus mit rückwärtigem Biegeradius (RBR) läuft seitdem stabil, zuverlässig und wartungsarm ohne Ausfall, so NMDC. Die Lasten sind gigantisch, allein die Leitungen in der Energiekette haben ein Gewicht von 54 Kilogramm pro Meter.
Hohe Beschleunigungen bei Fräsmaschine. Den bronzenen «vector» hat Konstrukteur Rene Petsch von Deckel Maho Seebach GmbH gewonnen. Hier wurde eine Fahrständer-Fräsmaschine weiterentwickelt, die jetzt noch präziser, flexibler und wirtschaftlicher als ihre Vorgänger ist. Für eine höhere Präzision sorgen unter anderem das steife Maschinenbett aus Mineralguss und der symmetrische Fahrständer. Um den Bauraum gering zu halten, werden die Y- und Z-Achse der Maschine gemeinsam mit nur einer Energiekette realisiert.
Weitere Informationen
Alle eingereichten Energieketten-Anwendungen finden sich im Internet, zum Teil inklusive Webcasts, unter www.vector-award.de. Auch kann ein kostenloser 100-seitiger Flyer angefordert werden per E-Mail an vector@igus.de.

