2008 war ein Rekordjahr für Selbstständige in der IT, der GULP IT Projektmarktindex mass so viele Projektanfragen wie noch nie zuvor. Auch wenn der IT-Projektmarkt 2009 vermutlich nicht ganz so gut abschneiden wird, heisst das noch lange nicht, dass gejammert werden müsste.
61 Prozent der IT-Freiberufler sind laut einer Umfrage der IT-Personalagentur GULP der Meinung, dass der Trend in die Freiberuflichkeit zu wechseln weiter anhalten oder sich sogar verstärken wird. Potenzielle "bessere Verdienstmöglichkeiten" und "mein eigener Chef sein" sind meist die ausschlaggebenden Gründe bei der Entscheidung für die Selbstständigkeit. Ein Sechstel der IT-Freiberufler hat aktuell keine Probleme. An der Umfrage nahmen 554 externe IT-Spezialisten teil.
"Eine günstige Marktsituation war nur für 7 Prozent der wichtigste Grund", kommentiert Stefan Symanek, Marketing-Leiter von GULP. "Scheinbar ist die Entscheidung für die Freiberuflichkeit weniger ein Resultat der äusseren Umstände als vielmehr eine bewusste, wohl überlegte und erfolgsorientierte Entscheidung."
Probleme? Welche Probleme?
Nicht nur der Trend zum Wechsel in die Freiberuflichkeit wird anhalten, sondern ein knappes Sechstel der Selbstständigen gibt sogar an, im Moment keine (beruflichen) Schwierigkeiten zu haben. Fast die Hälfte (44 Prozent) haben derzeit allerdings ein Problem, und das heisst: Projektangebote. "Mit anderen Worten: Die Akquise von Aufträgen ist derzeit die grösste Herausforderung, der sich die IT-Freiberufler stellen müssen", sagt Stefan Symanek. "Hier gilt es momentan, schnell und flexibel zu sein und vor allem die Basics im Griff zu haben. Ein gut gepflegtes und aktuelles Profil hat dabei oberste Priorität."

