Sanierung wesentlicher Geschäftseinheiten des Qimonda Konzerns angestrebt
Qimonda hat einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens mit dem Ziel gestellt, die Gesellschaften im Rahmen der bereits begonnenen Restrukturierung zu sanieren. Der Vorstand von Qimonda ist bestrebt, wesentliche Unternehmensteile im Rahmen der Insolvenz zu sanieren. "Das deutsche Insolvenzrecht bietet die Chance, unseren bereits begonnenen Restrukturierungsprozess zu beschleunigen und das Unternehmen wieder auf eine solide Basis zu stellen", sagt Kin Wah Loh, Vorstandsvorsitzender der Qimonda AG. Qimonda verfügt über ausgereifte Produkte und hat mit der Buried Wordline-Technologie eine viel versprechende Zukunftstechnologie am Markt eingeführt.
Der Hintergrund für den Insolvenzantrag ist letztlich der massive Preisversfall in der DRAM-Industrie in Kombination mit einem sich dramatisch verschlechterten Zugang zu Finanzierungen auf den Kapitalmärkten, die die finanzielle Position von Qimonda in den letzten Monaten verschlechtert haben. Ein Finanzierungspaket unter Beteiligung des Freistaates Sachsen, der Muttergesellschaft Infineon, eines portugiesischen Kreditinstituts sowie weiterer Banken konnte trotz intensiver jedoch äusserst komplexer Verhandlungen sowie zugesagten Finanzierungshilfen von Kunden in den vergangenen Tagen und Wochen nicht rechtzeitig abgeschlossen werden. Ausserdem hatte sich zuletzt aufgrund der Verzögerung der Verhandlungen und den damit ausgebliebenen Investitionen in Produktivitätsverbesserungen sowie des Preisverfalls im Dezember Quartal ein erhöhter Finanzierungsbedarf für das laufende Geschäftsjahr ergeben.
Bereits im Oktober hat Qimonda ein globales Restrukturierungs- und Kostensenkungsprogramm eingeleitet, um das Unternehmen neu zu positionieren. Im Fokus steht dabei die Konzentration auf die Kernkompetenzen wie die Buried Wordline-Technologie sowie Infrastruktur- und Grafikprodukte.
Über Qimonda
Die Qimonda AG (NYSE: QI) ist ein weltweiter Anbieter von Speicherprodukten mit einem diversifizierten DRAM-Produktportfolio. Im Geschäftsjahr 2008 erzielte Qimonda einen Umsatz von 1,79 Milliarden Euro. Vor den angekündigten Restrukturierungsmaßnahmen beschäftigte das Unternehmen weltweit rund 12200 Mitarbeiter, davon 1400 in München, 3200 in Dresden und 2800 in Richmond (USA). Basierend auf seinen Strom sparenden Technologien und Designs, bietet Qimonda DRAM-Produkte mit Schwerpunkt auf Infrastruktur- und Grafikanwendungen an.


