Explosionssicherer Lithium-Akku für hohe Ströme

Sony präsentiert Lithium-Ferrophosphat-Akku

Patrick Müller am 17.08.2009

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Sony-Akku HLP18650P mit 1200 mAh und 3,3 V (Bild: Sony)

  Ein neuartiges Kathodenmaterial ist das Hauptmerkmal eines neuen Li-Ion-Akkus von Sony, der besonders leicht, sicher, langlebig und hochstromfest sein soll, berichtet Heise Online. Der Hersteller verwendet erstmals olivines Lithium-Ferrophosphat (LiFePO4) - wie der Amerikanische Hersteller A123 Systems bereits seit längerem.

 

Sony ist der erste grosse Akkuproduzent, der Lithium-Ferrophosphat-Zellen produziert. Die Zellchemie soll ein theoretisches Leistungsgewicht von 1800W/kg beziehungsweise 170 mAh pro Gramm errmöglichen. Übliche LiIon-Akkus mit LiCoO2- oder LiMn2O4-Elektroden erreichen nur rund 145 mAh/g. Die Lithium-Ferrophosphat-Zellen sollen besonders betriebssicher sein, Temperaturen über 75°C aushalten und sich mit sehr grossen Strömen (20 A) entladen lassen. Auch mehrfache Schnellladungen innerhalb von 30 Minuten auf 99 Prozent ihrer Kapazität verkraften die Zellen laut Hersteller klaglos. Nach 2000 Entladezyklen sollen sie noch 80 Prozent ihrer Kapazität aufweisen.

 

Diese Leistungsdaten liegen in einem sehr ähnlichen Bereich wie die Akkus von A123 Systems, die unter anderem in Akkuschraubern von DeWalt eingesetzt werden. Kleiner Nachteil gegenüber herkömmlichen LiIon-Akkus ist ihre geringere Nominalspannung von 3,2 bis 3,3 V. Die neuen Akkus von Sony kommen vorerst nur in batteriebetriebenen Werkzeugen zum Einsatz. Zwei Typen mit 1000 mAh (HLP18500P) und 1200 mAh (HLP18650P) sind derzeit im Lieferprogramm.

 

Technische Daten:

 

Zellen-Typ

Zylindrisch, Typ 18650

Grösse

Durchmesser 18mm, Länge 65mm

Kapazität

1,1 Ah

Nominalspannung

3,2 V

Energiedichte

95 Wh/kg

Leistungsdichte

1800 W/kg

Max. Entladestrom

20 A

Gewicht

40 g

www.sony.com

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