«Man weiss nicht, was einen erwartet»

Thomas Meier am 22.05.2009

darwin21_web

Prototyp Boris

  Beim ersten Captains-Meeting in Windisch haben die teilnehmenden Teams ihre zum Teil schon recht weit entwickelten Körperkonzepte vorgestellt. Bei Endress & Hauser in Reinach fand nun das zweite Captains-Meeting statt, wo sich die Teams erneut austauschen konnten.

 

Beim zweiten Captains-Meeting von Darwin21 gab der Projektleiter, Tom Mörker, bekannt, dass ein Team weniger am Wettbewerb teilnimmt: Die Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften, ZHAW/ AWZ, konnte kein Team für den Wettbewerb aufstellen. Für die ausgeschriebene Diplomarbeit fanden sich an der Schule keine Interessenten. Immerhin: Der Industriepartner Baumer unterstützt das Projekt weiterhin auch ohne ein eigenes Team.

Unter den verbleibenden Teams fand ein reger Austausch statt. Für Gesprächsstoff sorgte unter anderem die Integration eines Notausschalters. Die einzelnen Körper müssen den gängigen Sicherheitsvorschriften entsprechen. Deshalb sollen sie sofort still stehen, sobald der Gefahrenbereich betreten wird. Der Not-Aus soll hierbei nur die Antriebselemente ausschalten, nicht aber den steuernden Industrie-PC.

Ein weiterer Punkt ist die geforderte Transportsicherung. Während der geplanten Roadshow werden die Installationen auf verschiedenen Messen zu sehen sein. Die Körper müssen also transportfähig sein und eine Sicherung besitzen, damit sie während der Roadshow keinen Schaden nehmen. Ausserdem müssen die Teams eine Dokumentation für die Montage anfertigen, da sie auf der Roadshow selbst nicht anwesend sind.

 

Musik für Darwin21

Für die Gesamtchoreografie, bei der alle dreizehn Körper miteinander tanzen, wurde eigens ein Musikstück komponiert. Die Teams bekamen die Auflage, dieses in ihr Projekt zu integrieren. Laut Tom Mörker hat die Lancierung dieser Musik verschiedene Gründe : «Zum einen umgehen wir so Probleme mit dem Urheberrecht, die wir bei der öffentlichen Präsentation der Körper bekommen hätten. Andererseits konnten wir so aber auch die Musik an unsere Anforderungen anpassen.» Das Stück beinhaltet 4 verschiedene Rhythmen und setzt klare Impulse für die Choreografie.

Auch dieser Teil der Aufgabe entspricht dem Prinzip von Darwin21. Denn es besteht nur die Vorgabe, dass die Körper durch einen zentral ausgesendeten Impuls den Befehl zum Tanzen erhalten. Wie genau das bei den einzelnen Projekten umgesetzt wird, steht den Teams frei.

Und so klingt der darwin21-Song:

 

Präsentation an der go

Anfang September findet die Präsentation und Jurierung anlässlich der go.automation vom 1. bis 4. September 2009 in Basel statt. Tom Mörker sieht diesem Termin bereits mit Spannung entgegen. «Bei der ersten Generation wurde laut der Aufgabenstellung ein Gesicht erwartet und schliesslich wurden auch Gesichter präsentiert. Die zweite Generation stellt eine viel offenere Aufgabe und lässt mehr Spielraum. Man weiss nicht, was einen erwartet. Auch für die Besucher der Messe ist dieses Mal die Überraschung sicher noch grösser.»

Bei der Preisvergabe in Basel wird Rob Spence durch das Programm führen. Zudem bietet eine Breakdance-Gruppe einen weiteren Höhepunkt. Beide Show-Einlagen wurden von den Organisatoren passend zum Thema «Körpersprache» engagiert. ( tm ) n

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