Im Durchschnitt verdienen Ingenieure und Architekten rund 120 000 Franken

Gehälter von Ingenieuren und Architekten sind krisenresistent

Patrick Müller am 25.10.2010

Ingenieure und Architekten verdienen auch 2010 mehr als im Vorjahr, mit Ausnahme der krisengeschüttelten Maschinen- und Metallindustrie. Zu den Gewinnern gehören vor allem die Ingenieure und Architekten aus dem Finanzbereich, wie die neuste Salärerhebung von Swiss Engineering STV zeigt, an der sich rund 3800 Berufsleute beteiligten. Innerhalb von drei Monaten nach Abschluss des Studiums fanden zudem bereits über drei Viertel aller Diplomanden eine Anstellung – diese Ausbildungen bleiben somit eine krisensichere Investition.

Zu den Spitzenreitern gehören neben der Finanzbranche mit jährlich 147 000 Franken die Telekommunikationsbranche (136 000 Franken), die Konsumgüterindustrie (134 000 Franken) und die Chemie- und Pharmabranche (131 000 Franken). Im Durchschnitt verdienen Ingenieure und Architekten rund 120 000 Franken – die Saläre der Frauen liegen mit 113 000 Franken noch etwas tiefer. Diese Angaben beziehen sich auf den Median der Bruttojahreslöhne im entsprechenden Datensample.

 

Grosse Unternehmen bezahlen mehr. Mit der Grösse des Unternehmens steigen auch die Saläre – mit 128 000 Franken sind sie in Unternehmen mit mehr als 1000 Angestellten am höchsten. Weiterbildung scheint dagegen weitgehend unabhängig von der Firmengrösse zu sein. Allerdings sind in Unternehmen ab 250 Mitarbeitenden fast doppelt so viele Ingenieure und Architekten mit Doktortitel angestellt als in Firmen mit weniger Mitarbeitenden.

 

Erwartungen von Arbeitgebern und Arbeitnehmern decken sich stark. Geschäftsleitungsmitglieder schätzen bei ihren Mitarbeitenden dabei vor allem Analysefähigkeit, Belastbarkeit und Eigenmotivation, während für die Arbeitnehmer berufliche Perspektiven, vielseitige Arbeit und Wertschätzung im Vordergrund stehen. Übereinstimmung gab es bei der Bereitschaft zu Überstunden und der Möglichkeit zur eigenständigen Weiterentwicklung.

Nicht vergütete Mehrarbeit von im Mittel drei Stunden pro Woche gehört in allen Ingenieurbranchen zur Normalität. Dagegen spielen Bonuszahlungen, wie schon in den vergangenen Jahren, eine untergeordnete Rolle.

 

Berufseinsteiger sind begehrt. Im ersten Jahr nach Studienabschluss verdienten Ingenieure durchschnittlich rund 78 000 Franken – Absolventen mit Master- und Bachelordiplom leicht mehr als FH-Diplomierte. Berufseinsteiger aller Fachrichtungen durften dabei mit Gehaltszuwächsen gegenüber dem Vorjahr rechnen. Trotz Krise bleiben gut ausgebildete Ingenieure und Architekten gefragt: Ein Jahr nach Studienabschluss haben über 97% der Absolventen einen Arbeitsvertrag unterschreiben.

Die Salärbroschüre 2010/2011 kann für 75 Franken plus Porto bei Swiss Engineering STV bestellt werden. www.swissengineering.ch

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