
Studierende fühlen sich an der ETH wohl; sie sichern der Hochschule einen Platz in der Spitzengruppe des CHE-Rankings. (Bild: Philippe Hollenstein/ETH Zürich)

Die ETH Zürich hat dieses Jahr mit den Departementen Bau, Umwelt und Geomatik (D-BAUG), Informationstechnologie und Elektrotechnik (D-ITET) sowie Maschinenbau und Verfahrenstechnik (D-MAVT) am Studierende fühlen sich an der ETH wohl; sie sichern der Hochschule einen Platz in der Spitzengruppe des CHE-Rankings. (Bild: Philippe Hollenstein/ETH Zürich)CHE-Hochschulranking teilgenommen. Im Gegensatz zu anderen Hochschulrankings vergleicht das CHE-Ranking nicht direkt die Hochschulen, sondern die unterschiedlichen Fächer von Hochschulen in der Schweiz, Deutschland, Österreich und den Niederlanden. Anstelle einer Rangliste resultieren daraus für unterschiedliche Fachbereiche und zu unterschiedlichen Bewertungskriterien drei Ranggruppen (Spitzengruppe, Mittelgruppe und Schlussgruppe). Diese ergeben sich aus Fakten zur Hochschule und Befragungen von Professoren und Studierenden.
Beim Bau in der Spitzengruppe. Die Studierenden scheinen sich an der ETH wohl zu fühlen: Beim Bauingenieurwesen gehört die ETH bei den Bewertungskriterien «Studiensituation allgemein», «Betreuung durch Lehrende» und «Laborausstattung» zur Spitzengruppe. Die Bewertung basiert auf Befragungen bei Studierenden aus den Departementen. Zudem gehört die ETH bei allen drei Kriterien zu den «Aufsteigern», hat sich also im Vergleich zum letzten Ranking der untersuchten Fächer von 2006 verbessert.
Ähnlich sieht die Bewertung für das Departement Maschinenbau und Verfahrenstechnik aus. Auch dieses gehört bei allen drei Bewertungskriterien zur Spitzengruppe und hat sich gegenüber dem letzten Ranking verbessert. Das Departement Informationstechnologie und Elektrotechnik schloss ebenfalls besser ab als vor drei Jahren. Es gehört beim Kriterium «Studiensituation allgemein» zur Spitzengruppe, bei den beiden anderen zur Mittelgruppe.
Top in der internationalen Orientierung. Im CHE Hochschulranking findet man für jede Hochschule bis zu 37 unterschiedliche Bewertungskriterien - auch Indikatoren genannt. Darunter zum Beispiel die IT-Infrastruktur, der Praxisbezug der Lehre, und Möglichkeiten für das E-Learning. Bei den meisten findet sich die ETH in der Spitzengruppe, bei wenigen in der Mittelgruppe. Neu ins Ranking aufgenommen wurde der Indikator «Internationale Orientierung» von Bachelor- und Master-Studiengängen. Dieser basiert auf Fakten zu Studierenden und Lehrenden aus dem Ausland. Alle drei geprüften ETH-Departemente gehören in diesem Bereich zur Spitzengruppe des Rankings.
Auffallend ist, dass alle drei ETH-Departemente beim Indikator «Forschungsgelder pro Wissenschaftler» in der Schlussklasse sind. Dies liege jedoch in erster Linie daran, dass die Hochschulfinanzierung in Deutschland mit derjenigen in der Schweiz nicht zu vergleichen sei, erklärt Christoph Neuhaus von der Abteilung Controlling, welche einen Teil der ETH-Zahlen fürs Ranking aufbereitet hat. Der Indikator «Forschungsreputation», bei dem Wissenschaftler nach den fünf führenden Hochschulen aus ihrem Fachbereich befragt werden, wird für Schweizer Hochschulen nicht erhoben.

