Steuerungs-Plattform für industrielle Anwendungen

Eigenentwicklung versus OEM

Patrick Müller am 16.04.2010

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Datenerfassung mit graphischer Auswertung.

  Ob für die Realisierung einer Funktionalität ein handelsübliches Produkt eingesetzt werden kann, hängt von vielen Faktoren ab: Die Erfüllung der Anforderungen, Kostenoptimierungen, mechanische Gegebenheiten, Schutz des Produktes, Abhängigkeiten von Lieferanten, langfristige Verfügbarkeit sind einige Stichworte. Auf der anderen Seite steht ein funktions- und kostenoptimiertes Eigenprodukt mit allen Rechten und Entwicklungskosten. (Artikel als ePaper lesen)

 

Entwicklungskosten, Hardware wie Software, sind schwierig abzuschätzen. Insbesondere die Entwicklung eines Produktes bis zur Serienreife wird oft dramatisch unterschätzt. Die verlockende Lösung wäre, aus einem bewährten Produkt eine Eigenvariante abzuleiten bzw. ableiten zu lassen. Dem stehen aber meist divergierende Interessen entgegen wie Urheberrechte, Anpassungskosten, Preisgestaltung, Herstellungsrechte, langfristige Verfügbarkeit oder Exklusivität.

Calyx ist eine Plattform für industrielle Anwendungen wie Steuerungen, Regelungen, Bedienung oder Kommunikation. Das Konzept verbindet bekannte Komponenten in neuer Art. Die Hardware enthält ein Colibri-Prozessormodul mit einer CPU der PXA3xx-Reihe. Die funktionsbewährte Calyx-Basishardware wird für die Kundenanwendung angepasst; der Kunde erhält damit seine eigene Colibri Host-Elektronik. Die Calyx-Basishardware bietet eine Vielzahl an Schnittstellen: USB, Ethernet, CAN, RS485, Power I/Os, ADC und DAC. Sie wurde speziell dafür ausgelegt, dass andere Schnittstellen einfach integriert werden können. Bei der HW-Integration wird auch das Interface für ein Display integriert. Das Display mit oder ohne Touch kann jede Grösse (3.2“ bis 19“) haben, mit einer maximalen Auflösung von 1024×768 Bildpunkten.

Mit Android sowie Linux als Betriebssystem steht ein mächtiges Tool-Set zur Verfügung, mit dem sich Geräteanwendungen bequem in Java schreiben lassen. Keine Kompromisse für die GUI-Gestaltung, Datenbankanbindung oder Netzwerkintegration.

 

Volle Transparenz. Dank dem Open-Source-Ansatz, steht der gesamte Sourcecode von Linux-Kernel, Linux-Treibern, dem Android-Framework und der Android-Applikation zur Verfügung und kann vollumfänglich mit Eclipse weiterentwickelt werden. Damit herrscht volle Transparenz in der Software. Für Windows CE als Betriebssystem stehen ebenfalls ein umfassendes Board Support Package und die für den Betrieb der Hardware notwendigen Treiber zur Verfügung. Die Kundenentwicklung beginnt nicht bei null, sie setzt auf einer funktionstüchtigen Plattform auf, einschliesslich den notwendigen SW-Treibern, Speisungen und mechanischen Konzepten. Entwicklungskosten und -risiken werden damit stark reduziert und kalkulierbar. Das daraus abgeleitete Produkt ist Eigentum des Kunden, die Ansprüche von Noser Engineering werden mit den geleisteten Entwicklungsarbeiten abgegolten. Fabrikation, Test und Wartung des Produktes übernimmt Noser bei Bedarf als weitere Dienstleistung.

 

Infos

noser engineering ag

8404 Winterthur

Tel. 052 234 56 11

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