
Gerhard Sturm (rechts), Gründer von ebm-papst übergab einen Windkanal an Stephan Dietrich, Leiter des Deutschen Museums.
Die Idee, dem Deutschen Museum in München einen Windkanal zu spenden, entstand während der Verleihung der Diesel Medaille im Oktober 2008 in München. Mit dieser höchsten Auszeichnung für Erfinder war Gerhard Sturm, Gründer und Beiratvorsitzenden der ebm-papst Gruppe, geehrt worden. Mit dem Windkanal soll es Besuchern zukünftig möglich sein, das Verhalten von Luftströmungen spielerisch zu untersuchen. Abwechselnd können zwei aerodynamisch unterschiedliche Fahrzeugkarosserien in einen durch Ventilatoren erzeugten Luftstrom bewegt werden. Durch eine Regelung der Ventilatordrehzahl lassen sich verschiedene Fahrzeuggeschwindigkeiten simulieren. Die Veränderung des Strömungswiderstands wird dabei sichtbar dargestellt.
Sturm dankte dem Deutschen Museum für die Gelegenheit, einen Beitrag zur Verdeutlichung strömungstechnischer Eigenschaften leisten zu dürfen. „Wir können in diesem Bereich noch viele Verbesserungen erzielen“, so der ebm-papst Gründer. Aufgrund von Strömungswiderständen gingen beispielsweise allein bei Autobahnfahrten noch rund 70% der Antriebsleistung von Fahrzeugen verloren. Auch im Bereich von Ventilatoren lägen die grössten zu gewinnenden Potentialen in der Aerodynamik. „Hier befinden sich auch unsere Entwicklungsschwerpunkte“, so ebm-papst Forschungs- und Entwicklungschef Dr. Bruno Lindl.
„Ich freue mich, wie sehr das Funktionsmodell bereits von unseren Besuchern angenommen wird“, so Dietrich. „Besonders unsere kleinen Gäste interessieren sich für den Windkanal“, stellte der Museumsleiter dar. Die Initiative wie auch die Umsetzung von ebm-papst sei vorbildlich und beispielhaft. Seinen Platz wird das Exponat zukünftig in der Abteilung Fahrzeug und Design des Verkehrszentrums des Deutschen Museums München finden.
Das Verkehrszentrum des Deutschen Museums. Verkehrsmuseen gehören weltweit zu den bestbesuchten Museen - sie faszinieren durch eindrucksvolle Objekte. Die meisten Museen dieser Art beschränken sich jedoch auf die Darstellung der geschichtlichen Entwicklung der Transportmittel. Das Verkehrsmuseum des Deutschen Museums geht konzeptionell neue Wege: Präsentiert werden Ausstellungen, die die Netzwerke und Systemzusammenhänge des Verkehrs thematisieren und sich intensiv mit den Kontexten der Verkehrsentwicklung, insbesondere der Mobilitätsproblematik, auseinandersetzen. Neben den technischen werden auch die wirtschaftlichen, politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Dimensionen des Verkehrs angesprochen und reflektiert. Dies geschieht sowohl in Form von Fragen an und Rückblicken in die Vergangenheit als auch in Form der Auseinandersetzung mit aktuellen Technologien.

