Modernisierung einer der längsten Stromleitungen der Welt

ABB erhält Energietechnik-Auftrag in Afrika

Thomas Meier am 16.02.2010

ABB hat von SNL (Société Nationale d’Électricité), dem staatlichen Energieversorger der Demokratischen Republik Kongo, einen Auftrag in Höhe von 107 Millionen US-Dollar für die Modernisierung von wichtiger technischer Ausrüstung für eine der längsten Stromleitungen der Welt erhalten.

 

ABB wird die Stromrichterstationen modernisieren, die an der 560-MW-Stromübertragungsleitung Inga-Kolwezi Drehstrom in Gleichstrom und später wieder in Drehstrom umwandeln. Das 1700 Kilometer lange System wurde 1982 von ABB errichtet und war seinerzeit die längste Übertragungsleitung der Welt.

 

Die Leitung nutzt HGÜ-Technik (Hochspannungs-Gleichstromübertragung), um Strom vom Wasserkraftwerk an den Inga-Fällen am Fluss Kongo zu den Bergbaugebieten von Katanga im Südosten des Landes zu übertragen. Ausserdem kann auf diese Weise überschüssiger Strom in die Länder des Energieverbundes des südlichen Afrikas (Southern African Power Pool) exportiert werden.

 

ABB ist für das System-Engineering verantwortlich, einschliesslich Konstruktion, Lieferung und Installation neuer Thyristorventile, Hochspannungsanlagen und des Steuerungs- und Schutzsystems MACH2 von ABB. Das Projekt soll 2013 abgeschlossen werden.

 

"Die Modernisierungsmassnahmen werden die Zuverlässigkeit des Netzes steigern und eine effiziente Übertragung von Wasserkraftstrom in der gesamten Region sicherstellen", erklärt Peter Leupp, Leiter der Division Energietechniksysteme von ABB. "Wir freuen uns, zum Ausbau der Energieinfrastruktur im Kongo beitragen zu können, und werden die Nutzbarmachung erneuerbarer Energien weiter tatkräftig unterstützen."

 

www.abb.ch

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