ABB mit 623 Millionen Dollar Ertrag im zweiten Quartal 2010
Auftragsbestand seit Jahresbeginn um 5 Prozent gewachsen

Patrick Müller am 28. 7. 2010

Der Auftragseingang von ABB legte im zweiten Quartal 2010 um 5 Prozent zu, angetrieben von Zuwächsen in den Automationsdivisionen von jeweils über 20 Prozent. Hier machte sich die weltweite Konjunkturbelebung bemerkbar. Industriekunden investierten weiter in energieeffiziente Automations- und Energielösungen zur Steigerung ihrer Produktivität und Qualität. Dagegen hielten sich die Energieversorger mit Investitionen in grosse Energieübertragungsprojekte in den meisten Regionen weiter zurück. Infolgedessen nahmen die Basisaufträge (unter USD 15 Mio.) in Lokalwährungen um 15 Prozent zu, während die Grossaufträge (über USD 15 Mio.) um 37 Prozent zurückgingen. Der Auftragsbestand ist seit Jahresbeginn um 5 Prozent gewachsen.

Kostensenkungsprogramm zahlt sich aus. Der Umsatz verringerte sich gegenüber dem Vorjahresquartal um 5 Prozent. Dies ist vor allem auf den rückläufigen Auftragseingang von 2009 und Anfang 2010 zurückzuführen. Der Ertrag vor Zinsen und Steuern (EBIT) sank auf USD 975 Mio., die EBIT-Marge erreichte 12,9 Prozent. Im EBIT enthalten sind zusätzliche Projektkosten in Höhe von USD 80 Mio. in der Division Energietechniksysteme. Bereinigt um Nettoverluste aus Derivategeschäften und um Restrukturierungskosten belief sich die EBIT-Marge auf 14,6 Prozent. Einsparungen von über USD 400 Mio. durch das Kostensenkungsprogramm trugen massgeblich zur Erhaltung der Ertragskraft im Quartal bei. Während der Konzerngewinn USD 623 Mio. erreichte, betrug der Cashflow aus Geschäftstätigkeit im Berichtsquartal USD 649 Mio. und lag damit niedriger als in der Vorjahresperiode.

Gute Ergebnisse für das ganze Jahr erwartet. “Das starke Ergebnis des zweiten Quartals zeigt, wie gut wir im weltweiten Konjunkturaufschwung unsere verbesserte Kostenbasis und unsere führende Stellung auf wichtigen Industriemärkten nutzen”, sagt Joe Hogan, Vorsitzender der Konzernleitung von ABB. “In Zeiten einer rückläufigen Nachfrage im Energiebereich sorgt das Automationsgeschäft für profitables Wachstum – das ist eine grosse Stärke unseres Portfolios.”
“Wir sind zuversichtlicher als noch vor drei Monaten was die wirtschaftliche Erholung in den meisten unserer Märkte betrifft. Daher erwarten wir, dass unsere frühzyklischen Geschäftsbereiche bis zum Ende des Jahres gute Ergebnisse liefern werden. Nach einer schweren Rezession in den letzten zwei Jahren beginnen unsere Kunden nun wieder stärker in Energieeffizienz und Produktivität zu investieren. Wir rechnen jedoch damit, dass die Anlageinvestitionen – insbesondere im Energiesektor – voraussichtlich erst ab dem Spätjahr und 2011 anziehen werden”, so Hogan weiter.

ABB


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